Review: Ginga+ Momo

David wirft in dieser Review einen Blick auf die Ginga-Reihe. Mit dem ersten Band der Serie Ginga+ Momo des kleinen Verlages Littera Magia.

Cover der Light Novel Ginga + Momo
Cover der Light Novel Ginga + Momo

Wenn in den Hafenbars von Ega sogar altgediente Weltraumfahrer ihre Geschichten nur im Flüsterton erzählen, gibt es eine junge Frau, die besonders gut zuhört.
Momos Herz schlägt für die dunklen Geheimnisse des Universums.
Egal ob verbotene Gegenstände, geheime Kulte oder Visionen von fremden Welten, sie hungert nach verbotenem Wissen.
Eine harmlos wirkende Spur führt sie zu einem Ritual, welches die Barrieren unseres Universums durchbricht.

Die Ginga+ Reihe erzählt die Abenteuer von Frauen und Männern, die in einem dicht besiedelten Universum ihr Glück suchen, und es manchmal sogar finden.

Meine Meinung:

Deutsche Light Novels an sich sind ja bereits ein seltenes Gut, darum ist es immer wieder eine nette Überraschung, wenn man auf einen Verlag stößt, der es tatsächlich wagt Light Novels deutscher Autoren zu verlegen.

Autorin Martina Kald präsentiert uns eine Reihe an Space-Opera Novellen, die zwar im gleichen Universum angesiedelt sind, aber mit jedem Band die Geschichte einer anderen Hauptfigur erzählen. Zwar handelt es sich hier um Science-Fiction, ich wurde aber positiv überrascht, dass es hier bei weitem nicht so technisch zugeht, wie beim durchschnittlichen Sci-Fi Werk. Stattdessen überrascht Ginga+ Momo mit einem spannenden Genre-unüblichen Twist, der die Geschichte in unvorhersehbare Richtungen führt. Ich habe mir fassungslos an den Kopf gegriffen, als ich gemerkt habe, dass Hinweise auf den Twist bereits seit Anfang des Buches da waren, ich sie nur nicht erkannt habe.

Außerdem hat die Novelle es trotz ihrer Kürze geschafft eine wirklich interessante Science-Fiction Welt aufzubauen, ohne uns mit technischem Fachchinesisch zu langweilen, darum sind ihre Geschichten auch für Sci-Fi Einsteiger geeignet. Meiner Meinung nach hat sie genau den Charme, den ich von einer Space Opera erwarte, und ich freue mich darauf, dieses Universum in den weiteren Bänden erkunden zu können.

Die größte Schwäche dieses Buches war meiner Meinung nach die Hauptfigur Momo. Ich hatte die meiste Zeit das Gefühl, sie würde nur eine passive Rolle in der Geschichte einnehmen. An manchen Stellen wurde sie regelrecht vom Plot umhergeschubst. Zwar kann ihr Verhalten durch einige Enthüllungen gegen Ende gewissermaßen entschuldigt werden, jedoch hinterließ es bei mir trotzdem einen bitteren Nachgeschmack.

Gestaltung:

Der Text wird durch die fantastischen Illustrationen von akira-jw aufgelockert, die sowohl in Schwarz-weiß als auch in Farbe die Geschichte begleiten. Sie werten das Produkt ungemein auf, und ließen mich gelegentlich länger an einer Seite sitzen, als ich es gerne öffentlich zugebe.

Und wenn wir schon vom Produkt sprechen, muss ich an dieser Stelle ein klein wenig Kritik zum Preis-Leistungs-Verhältnis äußern. Die Novelle erscheint im üblichen Taschenbuchformat von ca. 12,5×18,5cm und ist, wie die meisten Novellen, mit ihren 112 Seiten recht mager. Leider scheint sich das nicht sonderlich auf den Preis niederzuschlagen, denn der Band kostet als Taschenbuch 10,50€. Natürlich kann man damit argumentieren, dass es sich bei Littera Magia um einen Kleinverlag handelt, aber darauf nochmal 6€ Versand zahlen zu müssen, tut schon ganz schön weh. Wer nicht ganz so viel zahlen will, dem kann ich empfehlen bis zum 31.10.2019 von versandfreien Bestellungen zum Jubiläum zu profitieren, oder einfach für 1,99€ zum eBook auf Amazon zu greifen.

Meine Bewertung:

Die Novelle bietet einen überraschenden Genre-Mix, der sicher jeden unterhalten kann, der etwas für Zwischendurch sucht, und ich kann diese auch Lesern empfehlen, die mit Space-Operas oder Science-Fiction eher wenig anfangen können. Ich werde die Reihe gerne weiterhin verfolgen.

Ginga+ Momo ist erhältlich als Taschenbuch im Shop des Verlags oder als eBook auf Amazon.


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