Review: Goblin Slayer – Band 05

Heute sehen wir uns Band 05 der Goblin Slayer Light Novel näher, wo es den Goblintöter und seine Gruppe in den hohen Norden verschlägt. Ihre Mission natürlich, Goblins töten. Herzlich willkommen zur Goblin Slayer Woche Tag 5.

Das Review enthält leichte Spoiler!
Cover des Band 5 von Goblin Slayer!
Cover des Band 5 von Goblin Slayer!

Offizielle Beschreibung:

„Goblin Slayer erhält einen besonderen Auftrag von der Jungfrau des Schwertes. Er soll eine Abenteurerin finden, die während eines Goblin-Auftrages in den tief verschneiten Bergen im Norden verschwunden ist. Als Goblin Slayer mit seiner Gruppe das Auftragsgebiet erreicht, bemerken sie, dass sie es diesmal mit einem außerordentlichen Feind zu tun haben.“

– offizielle Beschreibung von Altraverse

Allgemeine Information

Hier noch schnell das Allgemeine, bevor ich zu meiner Meinung komme. Am Ich werde hier darauf verzichten euch nochmal das ganze Personal zu nennen, das an der deutschen Fassung des Goblin Slayer beteiligt war. Im Gegensatz zu den vorherigen Bänden gibt es hier keine Änderung.

Wie auch in den Bänden zuvor bekommen wir auch hier wieder eine Charakterkarte und ein Lesezeichen in den Erstauflagen. Diesmal zu sehen die Kindheitsfreundin des Goblin Slayers: Die Kuhhirtin. Werft hier einen Blick darauf:

Das Bild zeigt in der Mitte den Band 5 der Goblin Slayer Novel von altraverse. LInks davon liegt eine Charakterkarte auf der die Kuhhirtin zu sehen ist, rechts davon das Lesezeichen mit ihr.
Ein Blick auf Band 5 des Goblin Slayer und die Extras der Erstauflage.

Es ist auch der Band, der vom Goblin Slayer Film „Goblins Crown“ adaptiert wird.

Dieser Band der Light Novel wird im Goblin Slayer-Film „Goblin’s Crown“ adaptiert. In Sachen der Verarbeitung und Übersetzung durch Altraverse habe ich diesmal nichts zu beanstanden.

Meine Meinung zu Goblin Slayer Band 05:

Schön, dass ihr wieder dabei seid bei dieser Expedition in die Welt des Goblin Slayers. Endlich durfte ich auch den Namen der Welt erfahren, in der diese Geschichte spielt: die Welt der Vier Himmelsrichtungen.

Wir ihr schon oben gelesen habt, erbittet die Jungfrau des Schwertes mal wieder die Hilfe des Goblin Slayers. Es geht natürlich mal wieder um Goblins. Sie sollen die Tochter einer Adelsfamilie retten, die von zu Hause ausgebüxt ist, um Abenteurerin zu werden.

Anders als bisher geht es diesmal in den kalten Norden. Sonst waren unsere Helden ja eher in wärmeren Gefilden unterwegs. Die Auswirkungen davon zeigen sich sehr schnell. Alle, außer dem Goblintöter, frieren bei dieser Kälte. Das sieht man sehr gut am Echsenmenschen-Mönch.

Dieser stammt, laut dem Buch, aus einer warmen Regionen und ist die Kälte, wie auch seine Mitreisenden, nicht gewohnt. Er ist nun mal eine Reptilie und diese sind ja keine Warmblüter sondern wechselwarm. Ihre Körpertemperatur passt sich an die Umgebung an. Die Kälte wirkt daher bei ihm besonders stark und macht ihn langsam und träge. Wirklich keine ideale Umgebung für eine Echse. Schön, dass der Autor daran gedacht hat.

Der Band gewährt uns wieder einen kleinen Einblick in die Charaktere der Gruppe. Dabei vor allem wieder die Weiblichen. Wir erfahren etwas mehr zur Motivation der Elfe und warum diese schlussendlich Abenteurerin wurde. Ich würde auch gerne mehr zum Echsenmensch und dem Zwerg erfahren. Es bleibt in diesem Band allerdings bei ein paar Details. So nimmt der Echsenmenschen-Mönch gerne Schlammbäder und der Zwergen-Schamane ist (noch) nicht verheiratet. Mehr erfahren zu den beiden leider nicht.

Besonders stark finde ich aber wie sich die Priesterin über den Verlauf der Geschichte bisher entwickelt hat. Man merkt schon dass sie einer der Hauptcharaktere der Serie ist. Sie begleitet den Goblin Slayer nun schon ein ganzes Jahr. Es ist bei ihr eine klare Entwicklung zu erkennen. Sie hat im Tempel ein paar Kampftechniken gelernt um sich verteidigen zu können, auch wenn es nicht reicht, um einen Goblin zu besiegen. Was ihren Charakter angeht, scheint sich unsere Priesterin auf einem guten Weg zu befinden. Man merkt in diesem Buch sehr wie sie über das Jahr als Abenteurerin gereift ist.

Sie beweist in angespannten Situationen immer wieder Nervenstärke und kümmert sich sehr um ihre Kameraden. Sie zweifelt allerdings immer noch an sich selbst und ihrem Wert für die Gruppe, auch wenn das aus meiner Sicht nicht notwendig ist. Wenn es hart auf hart kommt, dann kann sich die Gruppe und auch der Goblin Slayer auf sie verlassen. Ich lese schon länger gerne von der Priesterin und wie sie sich immer weiter verbessert. Band 05 macht auch hier einen guten Job. Auch in diesem Band erweist sie sich als einer der Schlüssel zum Sieg.

Mir gefällt auch die Dynamik der gesamten Gruppe untereinander sehr gut. Man merkt, dass alle schon eine Weile gemeinsam unterwegs sind. Sie vertrauen einander und wissen um die Stärken und Schwächen der Anderen. Da jeder seinen Teil beiträgt, kommen sie immer wieder lebend aus brenzligen Situationen heraus. Einfach etwas was mir im generellen sehr gut an der Serie gefällt und auch mit diesem Band wieder sehr deutlich wurde.

Wir bekommen in diesem Band auch wieder ein paar interessante Sachen über die Goblins mit. Der Goblin Slayer begeht sogar einen kleinen Fehler, der seiner Kameradin fast zum Verhängnis werden soll.

Er hat einen neuen Trick ausprobiert, den die Goblins bald kopieren würden, um ihn gegen die Abenteurer zu verwenden. Der Slayer hatte diesmal die Idee einen Pfeil mit einer abbrechenden Spitze zu verwenden. Diese sind meist nicht tödlich für einen Goblin, aber die Spitze bleibt in der Wunde stecken. Der Goblin flieht in seinen Bau und infiziert wegen der Pfeilspitze die anderen Goblins mit verschiedenen Krankheiten. So etwas wie Medizin kennen die Goblins nicht. Blöd nur wenn die Goblins sich diesen Trick abschauen und unsere Abenteurer mit eben solchen Pfeilen beschießen. Die Elfe bekommt die Konsequenzen auf jeden Fall zu spüren.

Es gibt im Buch eine besonders ein eindrucksvolle Szene rund um die Gruppe des Mädchens, das der Goblin Slayer retten soll. Es geht dabei darum, was passiert, wenn ein eigentlich guter Plan extrem in die Hose geht, vor allem wenn der Plan nicht zur Umgebung passt. Das ist allerdings alles, was ich euch dazu erzählen kann, ohne ins Spoiler-Territorium zu kommen. Daher eine Warnung an dieser Stelle, es folgen Spoiler.

Ein paar Spoiler zum Schicksal der Porzellan-Ränge

Die Gruppe rund um das Mädchen, eine adlige Fechterin, ist aufgebrochen, um ein Goblin-Nest tief in den Bergen zu erledigen. Die Adlige wollte sich so einen Namen abseits der Macht ihrer Eltern machen. Anfangs lief auch alles gut. Das Blatt sollte sich allerdings schnell zu ungunsten der Porzellan-Gruppe wenden.

Der Plan der Gruppe gegen die Goblins war an sich nicht schlecht, war aber aufgrund der äußeren Umstände auf dem Berg einfach zum Scheitern verurteilt. Die Abenteurer hatten mit ihrer Belagerungstaktik einfach die falsche Wahl getroffen. Es endet damit, dass sie selbst Opfer ihrer eigenen Taktik und ihres falschen Stolzes werden. Den Rest lest ihr dann selbst im Buch, ihr könnt euch aber sicher denken welches Schicksal die Abenteurer ereilte.

Man merkte der Gruppe an, dass sie Anfänger waren. Sie überschätzten sich selbst und wie so viele unterschätzen sie die Goblins. Es sind schließlich die schwächsten aller Monster. Typischer Anfängerfehler. Als Leser des Buches weiß man es ja mittlerweile besser. Die Geschichte dient wohl vor allem wieder dazu dem Leser in Gedächtnis zu rufen, wie intelligent manche der Goblins sind. Nicht, dass das wirklich notwendig wäre.

Auch ist die werte Fechterin durchaus noch interessant für den weiteren Verlauf des Buches und bietet schönen einen Kontrast zur Priesterin, die ja auch vom Goblin Slayer gerettet wurde. Die Fechterin entwickelt durch die Erlebnisse einen tiefen Hass auf die Goblins, der sie ein bisschen Blind werden lässt. An einer Stelle gefährdet die Fechterin sogar die gesamte Mission des Slayers. Das führt dann dazu, dass er wirklich seinen Kopf anstrengen und improvisieren muss um die Goblins zu erlegen und lebend aus der ganzen Sache herauszukommen.

Natürlich dürft ihr euch in diesem Band auch wieder hervorragende Strategien des Goblin Slayers und der Goblins bestaunen. Insgesamt enthält dieser Band nach den eher etwas langsameren Bänden 3 und 4 wieder sehr viel blutige Action. Schön, dass es wieder etwas mehr Action in der Serie gibt, auch wenn ich die langsameren Bände auch mag. Mir gefällt hier sehr gut, dass der der Goblin Slayer auch wirklich seinen Kopf anstrengen und ein paar Unwägbarkeiten überwinden muss, um den Sieg zu erringen. Es war in diesem Band nicht ganz so selbstverständlich, dass alle Abenteurer hier überleben würden.

Eine letzte Sache noch für euch. So zusagen als Ausblick auf Sonntag und Tag 7 der Goblin Slayer Woche. Vielleicht kommt es mir auch nur so vor, aber der Autor versteckt in diesem Band die Einflüsse aus dem Tischrollenspiel viel weniger. Mehr dazu Sonntag. Es ist diesem Band doch auffällig, wie direkt der Autor sich aus der Welt der Tischrollenspiele bedient. So hatte die Priesterin in diesem Band einen besonders guten Würfelwurf und durfte zuerst angreifen. Lest selbst:

„Die Priesterin ergriff die Initiative und wirkte ein Wunder. Das hatte weniger mit ihrem Können, als mit ihrem Würfelglück zu tun.“

Aus Kumo Kagyu, Goblin Slayer Band 05, deutsche Fassung: altraverse GmbH, 1. Auflage, Seite 72

Also wenn die Priesterin hier nicht vor dem Kampf ihre Initiative gewürfelt hat, dann weiß ich auch nicht. Ihr müsst hier wissen, dass man in den bekannten Tischrollenspielen vor dem Beginn des Kampfes zuerst seine Initiative auswürfeln muss, nach der sich die Reihenfolge der Aktionen bestimmt.

Fazit

Was also ist das Fazit zu diesem Band? Ihr dürftet mittlerweile durchaus wissen, dass ich mich sehr in diese Serie verliebt habe. Dies wird wohl auch das letzte Review zur Hauptreihe von Goblin Slayer sein, dass ich euch hier im Dungeon veröffentlichen werde. Mir kommt es doch ein wenig so vor als würde ich mich in meinen Reviews ein bisschen wiederholen. Ich denke mittlerweile sollte jedem klar sein, ob er die Serie mögen wird oder nicht. Wenn ihr Lust auf dunkle Fantasy und blutige Kämpfe habt, ist die Serie sicher genau euer Ding.

Band 5 hat mich begeistert. Wie (fast) immer weiß die Action im Goblin Slayer zu gefallen und der Autor lässt sich immer wieder neue krude Dinge für die kleinen grünen Monster einfallen. Auch wenn es einfach nur immer wieder Goblins sind, werde ich irgendwie nicht müde davon zu lesen. Entwickeln sie sich doch wie unser Goblintöter und seine Party stets weiter.

Schön ist auch wie der Autor einfach immer unverblümter mit seinen Referenzen zu einem gewissen an einem Tisch gespielten Spiel wird. Ich habe mich sehr darüber amüsiert.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass euch in diesem Band viel Action erwartet. Sollten euch Band 3 und 4 vielleicht nicht so mitgerissen haben wird es dieser sicher tun. Klare Empfehlung!


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